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Dass seine Reden häufig nicht die gewünschte Wirkung erzielten,
war auch Heinrich Lübke bewusst. Seinen Beratern drehte sich der Magen um, wenn Lübke
"vom vorbereiteten Manuskript abwich und 'frisch drauflos improvisierte', sich dabei
häufig verhaspelte oder 'Banalitäten sagte'."
(Morsey, S. 386)
Dagegen meint Johannes Hermanns: "Selbst in der sichtbaren Hemmung, die Heinrich Lübke
vor dem Auge der Fernsehkamera befällt, und in der unpathetischen, spröden Art seines
Vortrags sind immer das tiefe Empfinden und die Anteilnahme spürbar, die ihn mit dem Gesagten
jeweils verbinden. Seine ruhige, leidenschaftslose Art zu sprechen - rhetorische Floskeln finden sich in
seinen Reden nie - nimmt den Zuhörer um so stärker gefangen, sobald er begriffen hat, daß der
bewußte Verzicht auf glanzvolle sprachliche Ausschmückung es ihm erlaubt, sich ganz auf die Substanz
der Worte zu konzentrieren." (Hermanns,
S. 12)
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- Meine Mutter gab mir vor Reden immer Rotwein mit Ei, damit meine Stimme besser klingt.
- Das freie Wort schlägt unter uns Brücken von Mensch zu Mensch.
- Ich bin erstaunt über das Niveau der Vorträge, die hier gehalten werden. Aber man ist ja auch nicht verwöhnt.
- Es ist sehr schwierig, jedesmal eine neue Rede zu erfinden.
- Sie müssten eigentlich mehr Beifall spenden, weil ich zwischendurch trinken muss, um meine Stimme zu schonen.
- Ich soll ja nicht mehr frei reden.
- Das Rednerpult war für meinen Vorredner Gerstenmaier hergerichtet. Darum war der Abstand zwischen meinen Augen und dem Manuskript zu groß.
[nach einer Rede, bei der er sich mehrfach versprochen hatte]
- Da hört niemand zu, was? Können Sie meine Stimme hören?
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