Heinrich Lübke Heinrich Lübke.
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Und hier ein Schmuckstück:
Ein Interview Heinrich Lübkes mit der "Deutschen Welle"!

DW: Die Hörer der Deutschen Welle, die ja rund um die Welt die Sendungen der Welle empfangen, würden sich sicherlich über ein Wort von Ihnen freuen.

Lübke: Mit all diesen Leuten habe ich Kontakt gehabt.

DW: Ja?

Lübke: Das ist, äh, natürlich und vor allen Dingen: Man hat es mit Leuten zu tun gehabt, die, äh, eine gute Verantwortung hatten. Die hat sich aber inzwischen geändert, und ich habe die Verbindung verloren. Einzelne sind von denen krank, und so habe ich also, wüsste ich nicht, was die jetzt von mir erwarten sollte, ne.

DW: Würden Sie wieder ins Ausland gehen und dann mit Hörern der Deutschen Welle Kontakt haben?

Lübke: Sobald nicht. Wenn ich, ich bin von vielen Ländern eingeladen worden, ne, zuletzt noch von Japan aus, ich kann aber diese ganzen Reisen nachher aus meiner eigenen Tasche nicht machen. Ich muss also langsam damit gehen lassen, nicht. Wenn ich dann von jemandem eingeladen werde, die meine, meinen Rat brauchen, dann kann man wenigstens den Aufenthalt auf diese Weise beseitigen, die Unkosten. Ich habe hier ein eigenes Haus in Berlin. Das erste Haus, was ich gehabt habe, ist zerschmettert worden im Kriege. Hab's erst wiederherstellen lassen, aber es war mir so, so fremd, dass ich darin nicht mehr wohnen wollte. Dann hab' ich das verkauft und habe in derselben Stunde, habe ich mir ein anderes Haus gekauft, wo früher ein guter Freund von mir wohnte, ja. War also schon öfter eingeladen gewesen. Und, äh, die, äh, ja. Ich wusste, wenn ich das nicht täte, wenn ich nur das Haus verkaufte, dann hätten sie gesagt: "Die Ratten verlassen das sinkende Schiff." Ja, so sind die Leute ja!

DW: Haben Sie sehr herzlichen Dank, Herr Bundespräsident!


Herzlichen Dank an Holger Busse für die Überarbeitung der mp3-Datei!

Audio:
MP 3


www.heinrichluebke.de